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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alternative Heizformen!


VFRiend
07.02.12, 17:47
Liebe A2-Beweger, sind wir nicht alle ein bischen "Bluna", soll heissen: Sind wir nicht alle ein wenig Vorreiter in der Sache: Energie-Effizienz und Sparen am Rohstoff Erdöl ?!

Ich würde hier gerne anlässlich der derzeitigen Kältewelle einen völlig neuen Thread eröffnen, der uns gegenseitig bezüglich "Energiesparen" und "Heizen mit alternativen Brennstoffen" und "Energiesparen im häuslichen Umfeld" befruchtet.

Ich möchte weg vom Heizöl! Derzeit schaue ich zu, wie meine schon teuer genug eingekauften Ölvorräte ziemlich zügig die Tanks in Richtung Heizungsbrenner verlassen. Dabei habe ich ein Grundstück von ca. 1050 m³ am Waldesrand auf dem "Biomasse" wie blöd wächst. Im letzten Jahr musste ich mir einen Hächsler von VIKING kaufen um überhaupt der Biomasse Herr zu werden. Berge an geschredderter Biomasse produziere ich damit.... und verd..... nochmal, da steckt doch einen Haufen Energie drin, der am Ende verrottet. Die muss doch verwertbar sein! Verbrennen könnte man diese Biomasse! Aber muss ich diese Masse erst zu Pellets verpressen?

Also ich wär an einer regen Diskussion interessiert, wie aus der Biomasse in unseren Gärten "Heizenergie" zu rekrutieren wäre!

Gibt es hier Interessierte, die Spass an einer Diskussion zu
diesem Thema haben, egal wie sie sich entwickelt?

aktc
07.02.12, 17:59
ähnlich wie Pellets in eine Heizung befördert werden, muss es doch eigentlich auch mit "Kleinschnitt" gehen, wenn das Förderband darauf eingestellt/optimiert ist. Und natürlich der Brenner.
Wenn du so viel an "Biomasse" hast, bietet sich eine Heizung auf dieser Basis natürlich an. Ich habe sowas schonmal im lanwirtschaftlichen Sektor irgendwo gesehen. Weiß aber nicht mehr, in welcher Größenordnung. Aber um z.B. kleinere Dörfer autark versorgen zu können, gibt es sowas schon.
Bei dir wäre wahrscheinlich, wenn du es nur für Dich nutzen willst, eine kleinere Anlage angesagt, außer Du hast so viel Biomasse, dass du andere noch mitversorgen kannst/willst. Ließe sich sicher auch ein Geschäft draus machen.....

Indy
07.02.12, 18:01
Hallo,
mein Vorschlag:

Kombikessel Pellets/Festbrennstoffe

Biomasse häckseln, trocknen lassen und rein in den Brenner

wenn kein Holz mehr vor der Hütte ist, mit Pellets heizen.

So möchte ich es bei mir machen.

Gruß
Ingo

elch
07.02.12, 18:29
Ich heize mit Pellets und Holz.

Bei mir fällt reichlich Holz an, sodass der Nachschub kein Problem ist. Man muss allerdings vorausdenken und seine Geschicke aktiv beeinflussen: ca. 2 Jahre im Voraus (meist sehr zeitiges Fruehjahr, also jetzt) muessen die Bäume gefällt, gesägt und gespalten werden. In der Regel muessen die Scheite 1 Jahr draussen und 1 Jahr unter Dach trocknen. Wenn der Scheit in den Ofen/Kamin wandert, hat man ihn mindestens schon 5 mal in der Hand gehabt. Natuerlich kann man sich auch eine LKW-Ladung vor die Tuer kippen lassen. Dann ist es in der Regel ofenfertig. Muss aber trotzdem unter Dach verstaut werden.

Pellets selber machen ist nicht so einfach. Normale Gewächse (Buesche, Sträucher und Gruenzeug) geben nicht genug verwertbare Brennmasse ab. Um an die Pellets zu kommen, muss alles sehr klein gehechselt, getrocknet, gepresst und nochmal getrocknet werden. Die Pelletspressen sind sauteure Maschinen mit mehreren Tonnen Presskraft.
Pellets werden also eigentlich gekauft. Entweder in Säcken zu je 16 kg und 52 Säcken pro Europalette. Oder im Tankwagen per Tonne. Kauft man einen Jahresvorrat kann man mit 4 - 6 Paletten rechnen. Die brauchen natuerlich auch irgendwo Platz.

Heizt man mit Festbrennstoffen (Holz, Pelllets) muss auch die Heizungsanlage danach ausgerichtet sein. Wasserfuehrend ist ein Muss und ein Akkumulatortank empfehlenswert. Einen solchen Tank habe ich noch nicht. Der wird aber wahrscheinlich dieses Jahr installiert werden.

Ich glaube mich an eine Faustregel zu erinnern: ein Jahresbedarf sind 3 Kubikmeter Öl sind 30 kWh Strom sind 30 Raummeter Holz. Bin nicht ganz sicher, ob das so stimmt?

elch.

S.Tatzel
07.02.12, 20:16
hab die geschichte grad an der uni. die holzpellets die man kaufen kann entsprechen gewissen din normen auf die die öfen auch ausgelegt sind. wenn man in die öfen was anderes rein schmeißt laufen die nicht mehr anständig. je höher der rindenanteil in dem verbrannten material ist umso höher ist der ascheanteil weil sich in der rinde die mineralien konzentrieren die maßgeblich für die ascheentstehung sind. ganz abgesehen davon ist das problem dass in den meisten öfen die biomasse einen gewissen trockenmasseanteil aufweisen muss. sprich du musst das zeug trocknen bevor du das verbrennen kannst und das muss passieren ohne dass dir die biomasse verrottet. schwierig also oder aber gekoppelt an energieverbrauch wenn mit warmluft durchgeführt.

es gibt auch brenner die mit einem feuchtegehalt von bis zu 50 % umgehen können (z.B. EnviCont - Innovative Recycling Technology (http://www.envicont.de/es_deu_default_site.html)) allerdings sind diese anlagen erst ab einer leistung von ca. 30 KW zu haben.

unabhängig von dem gewählten ofen ist es auch so, dass ein ofen nur auf ein substrat optimal eingestellt werden kann. sprich wenn man unterschiedliche biomassen einfügt je nach verfügbarkeit kann es zu schäden der ganzen anlagen oder zu zusetzungen von filtern kommen. und wenn man sich gerade die temperaturen im mom anschaut muss eine heizung zuverlässig laufen da die folgekosten bei ausfall doch enorm sein können.

meiner ansicht nach eine lösung die zwar recht teuer ist aber sich mit der zeit auch rechnet ist die kombination von einer pv anlage auf dem dach mit einer luftwärmepumpe für den winter und für den sommer eine solarthermische anlage aufs dach fürs warmwasser.


mfg
stefan

McFly
07.02.12, 22:22
Moins!
A) Kauf Dir eine Waermepumpe mit Tiefensonden und extra WT zwischen FBH und Solekreislauf. So kuehlst Du die Bude im Sommer schon runter, packst die Waerme in die Erde und im Winter hast Du einen schoenen warmen Vorlauf um eine super Arbeitszahl zu erreichen. Das Verbrennen von was auch immer ueberlaesst Du dabei der Grosstechnik die das auch prozesstechnisch beherrscht und den ganzen entstehenden Dreck ordentlich rausfiltert.
B) Du packst Deine Biomasse in eine Biogasanlage und verbrennst ausschliesslich das entstehende Gas. Das bekommst man auch in einer Kleinanlage sauber hin. Leider faellt dabei die nahezu "kostenlose" Klimatisierung im Sommer flach.

Bitte, bitte nicht versuchen den Kram selbst zu verfeuern.

Danke, Michael - der etwas "kamingeschaedigt" ist (also nicht durch den eigenen, sondern durch die unzaehligen Dreckschleudern der Nachbarn)

P.S. Man zeige mir die Luftwaermepumpe, die im Winter tatsaechlich mehr Waerme erzeugt als an elektr. Energie reingeht.:P
P.P.S. Ist die Entscheidung einmal fuer eine echte WP gefallen eruebrigt sich die Solaranlage fuer Warmwasser weil sie sich erst in >50 Jahren amortisiert

schnarchi
07.02.12, 23:25
LuftWärmePumpe stimme ich dir bei. Die arbeiten gut, wenn die Differenz zwischen Aussenluft und Innenluft möglichst gering ist, also im Sommer:D. Bei den jetzigen Temperaturen ziemlich ineffizient, wenn man mal die Stromerzeugung mit einrechnet. Wärmepumpen sind eine Dömane der Schweizer, die haben viel Strom aus der Wasserkraft und nutzen viel die WasserWärmePumpe aus den Stauseen und Seen, Abwässer usw. Da macht das Sinn.

Was für Strom verwendest du für deine Wärmepumpe? Kohlestrom,Atomstrom Naturstrom? Wenn man bedenkt, das 1/3 der verfeuerten Energie nur in Form von Elektronen bei dir ankommt, muss deine Wärmepumpe ja mindestens das 3fache plus logischerweise auftretende Verluste bei deiner Anlage sagen wir +1, also das 4fache aus der Erde holen. Erst ab da ist ein Vorteil für die Umwelt da. Wenn dem so ist, ist es ja gut:D.

Was man auch nicht vernachlässigen sollte, ist den benötigten Wärmebedarf im Allgemeinen zu senken, neue Fenster usw. Die Heizung kann dann auch kleiner ausfallen.

Meine Empfehlung: Solarthermie mit Gas/Pellets-Brennwertkessel. Ein guter Kompromiss zwischen Ökonomie und Ökologie. (Alles nur meine Meinung) Bei uns ist der Kessel von Ende Mai bis Mitte September häufigst aus, es fallen dann nur die Kosten für Pumpe der Solaranlage an.

MFG
schnarchi

PAPPL
08.02.12, 01:17
Ziehe demnächst in eine Passivhaussiedlung.
Heizen müssen wir gar nicht, mit zwei Erwachsenen & drei Kindern im Haus hat man ca. 1000W Heizwärme. :)

Faszination Wissen - Passivhaus.

S.Tatzel
08.02.12, 08:58
hat hier wer vllt eine heizungsanlage die mit tiefenbohrungen und wärmepumpe auskommt und könnte seine erfahrungswerte weiterreichen.
von diesen erdwärmekollektoren die nur ein paar meter tief vergraben sind habe ich gehört, dass die über die jahre die erde komplett auskühlen und stark an effizienz einbüßen sodass man im extremfall ne neue heizungsanlage braucht.
bei den tiefenbohrungen habe ich bis jetzt nur firmen gefunden, die ca. 100 m tief bohren. da braucht man dann aber immer noch ne wärmepumpe weil es in 100 m noch nicht warm genug fürs brauchswasser ist.
mich würde interessieren ob es auch firmen gibt die 1000 m oder mehr bohren. klar das ist dann zwar teurer aber das wasser kommt dann direkt mit brauchwaassertemepratur oben an und man braucht keinen wärmepumpe mehr die strom zieht.

bei diesen passivhäusern bin ich wegen der belüftungsrohre etwas skeptisch. diese rohren solle ja für einen kontinuierlichen luftaustausch bei möglichst geringem wärmeverlust sorgen. allerdings sind orte wo es warm und womöglich noch feucht ist ein mekka für allerlei bakterien. und wenn diese rohre verlegt sind kann man die ja auch schlecht reinigen oder täusch ich mich da. ich würde gern mal das innere so einer passivhausbelüftungsanlage nach 15 jahren sehen um mir wirklich selbst einen eindruck verschaffen zu können.

mfg

McFly
08.02.12, 15:36
Moin!
Wir haben fuer unsere DHH eine Waermepumpe und zweimal 77m Tiefensonden. Wie geschrieben erweitert um einen WT um im Sommer die FBH mit der Sole runterzukuehlen. Die Waerme landet also wieder in der Erde, was im Winter schoene Vorlauftemps und Arbeitzahlen um die 5 ergibt (also fuer eine kWh Strom kommen 5kWh Waerme raus). Im Sommer war es dafuer im Wohnzimmer noch nie waermer als 23 Grad :). Die Anlage macht auch das Warmwasser (Kesseltemp auf 45 Grad eingestellt).

Fuer runde 150qm Wohnflaeche plus Warmwasser haben wir <3000kWh Strombedarf pro Jahr. Das Haus ist nicht sonderlich toll isoliert (100mm Styropor Daemmfassade und Fenster mit einem U-Wert von nur 1.1), die FBH ist auch nicht optimal, da wir ueberall Holzparkett verlegt haben und im Bad ist das Fenster meist offen, da wir keine Lueftungsanlage haben. Keine Nachtabsenkung oder anderen Firlefanz, die Anlage laeuft einfach durch, auch im Bad mit offenem Fenster.

Nachbarn mit aehnlicher Anlage haben durch Solarwarmwasser keinen Verbrauchsvorteil, zumal die meisten Steuerungen fuer das Solarwarmwasser sehr daemlich in die Heizungssteuerung integriert sind.

Langzeitrisiko sind die Sonden, da nur teuer und schwer im Bestand zu erneuern.

Cheers, Michael

edit: Die Zirkulation fuers Ww springt ueber Bewegungsmelder in Kueche und Baedern an. Bei staendig laufender Zirkulation kuehlt sonst der Kessel aus, und die hohen Temps fuers Ww kosten Wirkungsgrad (die Arbeitszahl der WP geht runter je hoeher die Temp-Differenz sein muss). Zeitschaltuhr als Standardloesung hierfuer ist IMHO Bloedsinn, zumindest bei Kleinkindern im Haus die auch mal in der Nacht Ww erforderlich machen... ;) Weiterhin ist im Ruecklauf ein Temp-Fuehler, der die Zirkulation stoppt sobald das Warmwasser einmal rum ist.

b4tdi
08.02.12, 15:42
bin tatsächlich auch ein bischen bluna. und schreib dann mal was.

erster schritt: verbrauch senken !
zweiter schritt: neue anlage planen !

um den verbrauch runter zu bringen, muss man nicht unbedingt 10000de von euros für nen vollwärmeschutz in die hand nehmen.

kleinvieh macht auch mist!

vor allem in altbauten gibts so viele ecken, wo der wind reinpfeift, das glaubt man nicht. (Fenster->tesa moll, Steckdosen abdichten...)

ist das gesamte leitungssystem am heizkessl gedämmt ?!

bekommt der kessel seine verbrennungsluft, durch ein ständig offenes kellerfenster ?!

ist die heizungsregelung optimal eingestellt ?!

ist eine zirkulationspumpe für warmwasser eingebaut ?!

....

ich hab letztes jahr unser dachgeschoss komplett neu gedämmt. hat ne menge gebracht.
aber der ganze kleinkram, den ich im laufe der zeit gefunden und verbessert hab brachte sogar noch mehr!

das gebäude stammt aus den 50ern, wohnzimmer mit holzofen, der rest ölzentralheizung, wohnfläche ca.170qm. geheitzt wird wos not tut, der rest nicht. (vorbesitzer haben ost und westseite mit 4cm Miwo gedämmt)

2004 - 1600l
2010 - 1000l
2011 - 650l

warmwasser für 5 inklusive. kein solar, keine neuen fenster.

1l öl = 10 KWH
1rm Buche = ca. 120 - 160l öl (je nach wirkungsgrad der anlage)

die gehexelte biomasse könnte direkt (ohne trocknen) in einer holzhackschnitzelheizung genutzt werden. die dinger gibts auch für einfamilienhäuser, kosten aber ähnlich wie ne ordentliche pellet-heizung GELD.

wenn man nen ordentlichen haufen von dem zeug zusammenkriegt
(30-40 cbm), kann man in einen solchen haufen auch 100 meter pe-rohr verlegen und im winter 75 grad warmes wasser aus der verottungswärme rausziehen. hat in den 70-80ern ein franzose getestet. (Biomeiler)

solarthermie und wärmepumpen lohnen sich eigentlich nur, wenn man grosse heizflächen hat ! (fussboden- wandheizung)

ich hoffe ein wenig geholfen zu haben und hör jetzt lieber auf!

fast alles, was ich über den kram weiss kommt von hier:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/46/Haustechnikforum (http://www.a2-freun.de/forum/redirector.php?url=http%3A%2F%2Fwww.haustechnikdia log.de%2FForum%2F46%2FHaustechnikforum)

VIEL SPASS !:jaa:

VFRiend
08.02.12, 16:27
@b4tdi : Frage: "...bekommt der kessel seine verbrennungsluft, durch ein ständig offenes kellerfenster ?!"

Ja, ist bei meinem Haus so. Wie schlecht ist das? Was soll ich tun?

Ansonsten an alle, die sich hier beteiligen, ein herzlichen Dankeschön, bisher wars schon eine große Hilfe beim Nachdenken, wie es in meinem Hause weiter gehen muss!

Audi80
08.02.12, 19:16
Hallo VFRiend,

der beste Weg der Verbrennungsfrischluft ist in einem Rohr ums Abgasrohr.
Sozusagen einen Gegenstrom-Wärmetauscher.

PAPPL
08.02.12, 19:36
Zur Wohnraumlüftung bei Niedrigenergie- und Passivhäusern:
Das Prinzip ist Luftaustausch im Gegenstrom-Wärmetauscher.
Verbrauchte, warme & feuchte Luft aus Küche & Bad wird über einen Wärmetauscher nach aussen geführt.
Frische Luft wird an anderer Stelle angesaugt und über Wärmetauscher und Energiebrunnen erwärmt und über HEPA-Filter im Wohnbereich eingeblasen.
Dadurch hat man immer frische, warme, staubfreie Luft im ganzen Haus. Vor allem im Bad hat man nach einem Vollbad gleich wieder normale Luftfeuchte und Schimmel an Wänden kann normalerweise nicht entstehen. Fenster bleiben zu, sonst haut die Wärme sinnlos ab. Der Luftwechsel ist viel höher als wenn man das Fenster aufmachen würde.
Wir haben hier Nachbarn die Wohnraumlüftungen seit den 90ern eingebaut haben und die laufen noch problemlos. Ab und zu läuft eine Spinne aus den Lüftungen in der Decke weil damals wahrscheinlich noch keine Vorfilter eingebaut wurden. Durch die hohe Luftwechselrate kann sich kein Kondenswasser im Abluftstrang bilden.

Gruss Pappl

b4tdi
09.02.12, 02:03
@vfrfriend

das ist, als ob du beim autofahrn ständig die handbremse gezogen hast.

dein heizkessel ist letztlich auch nur ein heizkörper, der wärme für deine bude bereitstellen soll.
dieser heizkörper (mehr oder weniger gut gedämmt) steht in einem raum, der zurzeit -vor allem durch den schornsteinzug- ständig mit eiskalter luft durchströmt wird...

wenn du dein wohnzimmer aufheizen willst, lässt du ja auch nicht alle fenster offen stehen und bläst mit nem ventilator nochmal extra kalte luft rein.

kannst ja mal die temperatur in deinem heizraum messen. bin gespannt, was am fenster bzw. in kesselnähe rauskommt.

ACHTUNG - EINE AUSREICHENDE VERSORGUNG DES BRENNERS MIT VERBRENNUNGSLUFT MUSS IMMER GEGEBEN SEIN !!!!
ansonsten drohen:
BRENNERSTÖRUNG
SCHLECHTE VERBRENNUNG
TOD DER BEWOHNER DURCH KOHLENMONOXID VERGIFTUNG !!!

zuerst solltest du die öffnung auf das NÖTIGE mass reduzieren.
(hängt von der brennerleistung ab)
ich hab dazu ne styrodurplatte auf grösse der fensternische zurechtgeschnitten und ein entsprechendes loch in höhe der alten öffnung reingemacht. das ganze wird von aussen in die fenstenische geklemmt.

es gibt leute, die auf der innenseite über dem loch mit klebeband einen leichten pappdeckel angeklebt haben.
brenner aus = klappe zu
brenner an = klappe wird vom brennerzug aufgezogen

bei mir ist es so, dass der schornstein durch eine nebenluftöffnung mit frischluft versorgt werden muss. um feuchteschäden zu vermeiden.

ich hab dann ein aluflexrohr an die zuluftöffnung geprufft. dieses führt direkt bis unter die nebenluftöffnung am schornstein und ist dort mit klebeband festgeklebt.
die oberseite des rohres hab ich aufgeschnitten, damit der brenner sich wenn nötig von dort seine luft ansaugen kann.
der querschnitt des flexrohrs muss grösser sein, als der der zuluftöffnung. (wegen wirderständen durch kurven und oberfläche des rohres)

ich hoffe das war halbwegs verständlich.

für alles weitere empfehle ich nochmals das obengenannte forum.
suchbegriffe: brenner zuluft

dort wurde das und vieles mehr heizungsbauern, energieberatern, schornsteinfegern,laien... durchdiskutiert.

dort hast du die infos aus erster hand und kannst dir eine meinung drüber bilden, was für dich die richtigen lösungen sind.

die themen reichen vom öko-wäschetrockner bis LED-lampen,
von gas über biomasse bis solarthermie, von atomstrom bis photovoltaik, von altbau bis neubau, vom kellertrocknen bis zur dachdämmung.

dieser link ist eine goldgrube an informationen, für alle die irgendwie wohnen oder wohnen werden! :D


ich habe fertig

mamawutz
09.02.12, 08:35
hab jetzt leider nur das von Vaillant :rolleyes:* gefunden.


http://www.vaillant.de/Produkte/Kraft-Waerme-Kopplung/Blockheizkraftwerke/produkt_vaillant/ecoPOWER_1.0_mikro-BHKW.html (http://www.a2-freun.de/forum/redirector.php?url=http%3A%2F%2Fwww.vaillant.de%2F Produkte%2FKraft-Waerme-Kopplung%2FBlockheizkraftwerke%2Fprodukt_vaillant% 2FecoPOWER_1.0_mikro-BHKW.html)

*:rolleyes: wegen: - wir haben 'ne Vaillant-Gastherme und die läuft nicht so, wie sie soll. Da hat der Bauträger vor 12 Jahren gespart.

zinn2003
09.02.12, 09:01
Hier
Portal - BHKW-Forum.de - Diskussionsforum (http://bhkw-forum.de/)
wird fast alles zu Strom und Wärme gemacht. :D

a.lenzi
09.02.12, 13:02
Wir heizen seit Ende 2005 mit Pellets, beheizte Fläche vor neuer Heizung ca. 500 qm, nach neuer Heizung und Anschluß eines vorhandenen Hauses auf dem Grundstück ca. 600 qm - Haupthaus Bj. 1924 ca. 350 qm, Büro Ausbau 2003 ca. 150 qm, Haus auf Grundstück (ehem. Hühnerstall) ca. 100 qm.
Heizölverbrauch 2005 ca. 7.700 ltr., derzeitiger Pelletverbrauch ca. 16.000 kg, Heizkosten 2005 ca. € 6.100, heute ca. € 3.500.
Seit 1999 haben wir eine Solarthermieanlage für Brauchwasser, die Heizung stellen wir ca. von April - September komplett aus. In der Regel reicht die Sonne für warmes Wasser, bei längerfristig nicht so gutem Wetter springt ein Elektro-Heizstab ein - Stromverbrauch hierfür ca. € 50 im Jahr.
Kosten für Heizung und Warmwasser ca. € 5,85 je qm und Jahr = ca. 50 Cent im Monat, wenn man bedenkt, das man bei Altbauten die Kaltmiete als Betriebskosten noch einmal dazurechnen kann, wohnen wir wirklich günstig.
Die Pelletanlage läuft auch mittlerweile weitgehend störungsfrei; ist allerdings auch Primitivtechnik aus Finnland; heutige Anlagen mit Außenfühler, Selbstreinigung etc. haben bestimmt noch Sparpotenzial.
Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung.

Romulus
10.02.12, 14:52
erster schritt: verbrauch senken !
zweiter schritt: neue anlage planen !So ist das! Zuerst dämmen und isolieren. Danach auf erneuerbar umschalten. Ist nicht nur die wirtschaftlichste, sondern auch die umweltfreundlichste Lösung (Energie die nicht mehr bereitgestellt werden muss, ist ja die beste).

Mit Biomasse ist vieles möglich. Eins muss man sich bedenken, der Bedarf an Arbeit/Wartung ist immer höher als für Erdgas, elektrisch, solar oder oder oder. Auch wenn man sich das Holz/Pellets fertig bringen lässt. Und das mit den Abgasen stimmt, mit einer schlechten (oder schlecht ausgelasteten/gefeuerten) Anlage tut man sich und seine Nachbarn kein Vergnügen.

Hey, das ist doch ein Auto-Forum? :) Toll dass es hier so einen Thread gibt! Ich werde es weiter verfolgen und ggf. beitragen, obwohl ich als Ingenieur eigentlich mehr in Gewerbe/Industrie in sachen Biomasse tätig bin. (Und zu mir zuhause: wir sind in NL ja verwöhnt mit Erdgas :rolleyes: aber auf unserem Dach werkelt seit 3 Jahren ein Solarkollektor für das Brauchwasser. Tolles Ding wenn man damit direkt fossile Brennstoffe verdringt.)

McFly
20.02.12, 13:03
...Fuer runde 150qm Wohnflaeche plus Warmwasser haben wir <3000kWh Strombedarf pro Jahr....
Nachtrag: Strombedarf für ein Jahr waren 2.300kWh, gerade die Jahresabrechnung im Briefkasten gehabt.:D

Cheers, Michael - dessen Stromanbieter einen 40% Anteil an regenerativen Energien ausweist.

Wasserbauer
29.08.12, 14:28
Gibt es hier schon Erfahrungen mit Solarthermieanlagen, die nach Nord-West ausgerichtet sind?
Mein Heizungsbauer meint, dies sei kein Problem. Bin da doch etwas skeptisch.
Alternativ würde noch eine Nord-West -> Süd-Ost Kombination in Frage kommen.
:confused:
Eingebaut werden soll ein SolvisMax Futur mit 2 SolvisFera 552.

holter
29.08.12, 18:23
Ich denke da besteht hier keine Erfahrung, und das aus gutem Grund.

Oder ist das Dach extrem flach und im Sommer besteht ein hoher Wärmebedarf? Wenn nicht, dann ist Solarthermie nach Nord-irgendwas eine ganz schlechte Idee. Solarthermie "lebt" von der direkten Sonneneinstrahlung, und die ist im Winter und auch im Frühjahr/Herbst bei einer Nordausrichtung überhaupt nicht vorhanden. Wenn dann von der Solarthermie nur im Hochsommer das Warmwasser erzeugt wird, dann ist eine kleine Luftwärmepumpe viel interessanter.

Zur Abschätzung des Ertrages einer PV-Anlage empfehle ich immer
pvgis (http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php?lang=de&map=europe), bei Solarthermie kenne ich mich nicht so gut aus. Hier würde ich micht auf satel-light.com durchklicken und die monatliche direkte Einstrahlung als Grundlage einer Ertragsabschätzung nehmen. Das ist nicht ganz so genau, im Sommer könnte es mehr sein, im Winter würde ich eher weniger schätzen.
Mit den Erträgen von PVGis hat man zumindest eine obere Grenze: Mehr als die kWh/m², die dort für jeden Monat angegeben sind kann die Anlage nicht erzeugen.

bis dann
Christian

Wasserbauer
30.08.12, 09:26
Danke für deine Einschätzung.
Das Dach hat 45° Neigung. Und natürlich würde ich mir wünschen auch in der Übergangszeit mit Sonne zu heizen.....

holter
30.08.12, 12:10
Ok, Satel-light sagt:
Celle, Germany
Time 1996 to 2000
Direct Tilted Irradiance
45° from Horizontal, 315° from North, 0.2 Ground Reflectivity
Monthly Mean of daily sums (Wh/m2)

Jan. Feb. Mar. Apr. May Jun. Jul. Aug. Sep. Oct. Nov. Dec. Total
Mean 8 64 272 707 1207 1353 1157 960 475 134 16 1 532

Die Zahlen jeweils durch 1000 geteilt und mit der netto-Kollektorfläche multipliziert ergibt den Ertrag der Solaranlage pro Tag.
(durch zehn geteilt wäre dann umgerechnet auf den Liter Öl...)
Macht übers Jahr gesehen dann 532/1000*365/10=20l Öl pro m² Kollektorfläche. Das ist nicht das, was die Anlage wirklich bringt, das ist die Energiemenge, die von der Sonne direkt auf die Kollektorfläche einstrahlt.
Davon gehen jetzt noch die Systemverluste runter (Wärmeverluste, Verluste im Deckglas, im Absorber,...) und ein Teil der diffusen Strahlung kommt evtl. noch dazu (zumindest dann, wenn der Kollektor auch läuft), aber ich denke mal, dass die Verluste höher sind als die Gewinne.
Wenn der Installateur eine genaue Prognose zum Beispiel mit T-Sol (der Klassiker dafür) mit genauen Einstrahlungsdaten und der richtigen Neigung/Ausrichtung (sehr wichtig), evtl. sogar mit der Verschattung durch zum Beispiel Kamin/Schüssel/Nachbarhaus/nahe Bäume erstellt, dann ist das natürlich besser, vielleicht kommt es dann auch auf ein besseres Ergebnis, aber eine lohnende Solarthermieanlage auf der Nordseite kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

bis dann
Christian

NoelMurphy
10.12.13, 08:10
@vfrfriend

das ist, als ob du beim autofahrn ständig die handbremse gezogen hast.

dein heizkessel ist letztlich auch nur ein heizkörper, der wärme für deine bude bereitstellen soll.
dieser heizkörper (mehr oder weniger gut gedämmt) steht in einem raum, der zurzeit -vor allem durch den schornsteinzug- ständig mit eiskalter luft durchströmt wird...

wenn du dein wohnzimmer aufheizen willst, lässt du ja auch nicht alle fenster offen stehen und bläst mit nem ventilator nochmal extra kalte luft rein.

kannst ja mal die temperatur in deinem heizraum messen. bin gespannt, was am fenster bzw. in kesselnähe rauskommt.

ACHTUNG - EINE AUSREICHENDE VERSORGUNG DES BRENNERS MIT VERBRENNUNGSLUFT MUSS IMMER GEGEBEN SEIN !!!!
ansonsten drohen:
BRENNERSTÖRUNG
SCHLECHTE VERBRENNUNG
TOD DER BEWOHNER DURCH KOHLENMONOXID VERGIFTUNG !!!

zuerst solltest du die öffnung auf das NÖTIGE mass reduzieren.
(hängt von der brennerleistung ab)
ich hab dazu ne styrodurplatte auf grösse der fensternische zurechtgeschnitten und ein entsprechendes loch in höhe der alten öffnung reingemacht. das ganze wird von aussen in die fenstenische geklemmt.

es gibt leute, die auf der innenseite über dem loch mit klebeband einen leichten pappdeckel angeklebt haben.
brenner aus = klappe zu
brenner an = klappe wird vom brennerzug aufgezogen

bei mir ist es so, dass der schornstein durch eine nebenluftöffnung mit frischluft versorgt werden muss. um feuchteschäden zu vermeiden.

ich hab dann ein aluflexrohr an die zuluftöffnung geprufft. dieses führt direkt bis unter die nebenluftöffnung am schornstein und ist dort mit klebeband festgeklebt.
die oberseite des rohres hab ich aufgeschnitten, damit der brenner sich wenn nötig von dort seine luft ansaugen kann.
der querschnitt des flexrohrs muss grösser sein, als der der zuluftöffnung. (wegen wirderständen durch kurven und oberfläche des rohres)

ich hoffe das war halbwegs verständlich.

für alles weitere empfehle ich nochmals das obengenannte forum.
suchbegriffe: brenner zuluft

dort wurde das und vieles mehr heizungsbauern, energieberatern, schornsteinfegern,laien... durchdiskutiert.

dort hast du die infos aus erster hand und kannst dir eine meinung drüber bilden, was für dich die richtigen lösungen sind.

die themen reichen vom öko-wäschetrockner bis LED-lampen,
von gas über biomasse bis solarthermie, von atomstrom bis photovoltaik, von altbau bis neubau, vom kellertrocknen bis zur dachdämmung.

dieser link ist eine goldgrube an informationen, für alle die irgendwie wohnen oder wohnen werden! :D


ich habe fertig
Sie haben sehr schöne Anregungen, aber schwer zu realisieren gegeben .. Diese erneuerbaren Energiequellen sind kompliziert und brauchen viel Investition ..

Zurbel
10.12.13, 17:13
Auch das heizen mit erneuerbaren Energien muss nicht fürchterlich teuer und/oder kompliziert sein.

Hab mir nen pelletkessel mit solarthermieanlage gekauft (zusammen unter 10k€) und weitgehend selbst eingebaut, zusätzliches Material und handwerkerlohn gehen nochmal gegen 3k€.

Weil ich aber einen Ölkessel verschrottet habe, bekomme ich von Vater Staat eine Förderung von etwas über 4,5k€.

Für dramatisch teuer halte ich die Umstellung deswegen nicht...

NoelMurphy
11.12.13, 18:35
@ Vfrfriend is as if you have ever pulled the hand brake when car fahrn. thy boiler is ultimately just a radiator, the heat is to provide for your bude. these radiators (insulated more or less) is available in a space that is currently - chimney-is constantly flows through mainly by with ice cold air ... if you want to heat up your living room, you can not indeed all windows are open and blowing with NEM fan extra again cold air pure. can times the temperature in your boiler room measure. 'm excited to see what comes out at the window or in boiler near. ATTENTION - A SUFFICIENT SUPPLY OF BURNER WITH COMBUSTION AIR MUST ALWAYS BE GIVEN HIS!! otherwise threaten: BURNER FAILURE BAD BURN ! DEATH OF RESIDENTS BY CARBON MONOXIDE POISONING first you do on the opening REQUIRED reduce the mass. (depends on the burner power off) I have to ne Styrodur to size the window niche cut and pure made ​​a corresponding hole in the amount of the old mouth. the whole is clamped from the outside into the fenstenische. , there are people who have glued on the inside over the hole with tape a light cardboard. burner off = flap to burner on = flap is raised from the brennerzug for me it is such that the chimney must be powered by a next air opening with fresh air. to prevent moisture damage. geprufft I then got a aluflexrohr to the supply air. this leads directly below the next air opening at the chimney, where it is stuck with tape. , the top of the pipe I cut open so that the burner can if necessary from there to suck his air. the cross section of the flex pipe must be larger than that of the supply air. (Because wirderständen through curves and surface of the tube) I hope this was somewhat understandable. responsible for all further I recommend again the above forum. search_words: burner supply air there was that and much more heating farmers, energy consultants, chimney sweeps, amateur ... by discussion. , there you have the info first hand and can watch over it form an opinion, what are the right solutions for you. , the topics range from eco-clothes-up LED lamps, of gas through biomass to solar thermal energy, from nuclear power to Solarmodule (http://www.ovierasolar.de), from old building to new building, from the basement to dry until the roof insulation. these link is a goldmine of information for all who will live or live somehow! , I have finished


Sie haben sehr schöne Anregungen, aber schwer zu realisieren gegeben .. Diese erneuerbaren Energiequellen sind kompliziert und brauchen viel Investition ..

Ich habe einige Investitionspläne im Bereich der erneuerbaren Energiequellen, aber immer noch nicht sicher.

Tho
11.12.13, 18:47
Jede Investition in erneuerbare Energie bzw. Miniminierung des Resourcenbedarfs lohnt sich, sogar mehrfach. Eine sichere Gekdanlage gibts eigentlich nicht ;)

BradBerggren
13.02.14, 07:17
@vfrfriend

das ist, als ob du beim autofahrn ständig die handbremse gezogen hast.

dein heizkessel ist letztlich auch nur ein heizkörper, der wärme für deine bude bereitstellen soll.
dieser heizkörper (mehr oder weniger gut gedämmt) steht in einem raum, der zurzeit -vor allem durch den schornsteinzug- ständig mit eiskalter luft durchströmt wird...

wenn du dein wohnzimmer aufheizen willst, lässt du ja auch nicht alle fenster offen stehen und bläst mit nem ventilator nochmal extra kalte luft rein.

kannst ja mal die temperatur in deinem heizraum messen. bin gespannt, was am fenster bzw. in kesselnähe rauskommt.

ACHTUNG - EINE AUSREICHENDE VERSORGUNG DES BRENNERS MIT VERBRENNUNGSLUFT MUSS IMMER GEGEBEN SEIN !!!!
ansonsten drohen:
BRENNERSTÖRUNG
SCHLECHTE VERBRENNUNG
TOD DER BEWOHNER DURCH KOHLENMONOXID VERGIFTUNG !!!

zuerst solltest du die öffnung auf das NÖTIGE mass reduzieren.
(hängt von der brennerleistung ab)
ich hab dazu ne styrodurplatte auf grösse der fensternische zurechtgeschnitten und ein entsprechendes loch in höhe der alten öffnung reingemacht. das ganze wird von aussen in die fenstenische geklemmt.

es gibt leute, die auf der innenseite über dem loch mit klebeband einen leichten pappdeckel angeklebt haben.
brenner aus = klappe zu
brenner an = klappe wird vom brennerzug aufgezogen

bei mir ist es so, dass der schornstein durch eine nebenluftöffnung mit frischluft versorgt werden muss. um feuchteschäden zu vermeiden.

ich hab dann ein aluflexrohr an die zuluftöffnung geprufft. dieses führt direkt bis unter die nebenluftöffnung am schornstein und ist dort mit klebeband festgeklebt.
die oberseite des rohres hab ich aufgeschnitten, damit der brenner sich wenn nötig von dort seine luft ansaugen kann.
der querschnitt des flexrohrs muss grösser sein, als der der zuluftöffnung. (wegen wirderständen durch kurven und oberfläche des rohres)

ich hoffe das war halbwegs verständlich.

für alles weitere empfehle ich nochmals das obengenannte forum.
suchbegriffe: brenner zuluft

dort wurde das und vieles mehr heizungsbauern, energieberatern, schornsteinfegern,laien... durchdiskutiert.

dort hast du die infos aus erster hand und kannst dir eine meinung drüber bilden, was für dich die richtigen lösungen sind.

die themen reichen vom öko-wäschetrockner bis LED-lampen,
von gas über biomasse bis solarthermie, von atomstrom bis photovoltaik, von altbau bis neubau, vom kellertrocknen bis zur dachdämmung.

dieser link ist eine goldgrube an informationen, für alle die irgendwie wohnen oder wohnen werden! :D


ich habe fertig
Viele gute Möglichkeiten für den Einsatz von alternativen Energiequellen .. Ich denke, dass Solarstromanlage ist ideal für die Erzeugung genügend Leistung für die Erfüllung der Bedürfnisse nach Hause.

BradBerggren
13.02.14, 18:52
Viele gute Möglichkeiten für den Einsatz von alternativen Energiequellen .. Ich denke, dass Photovoltaik (http://www.ovierasolar.de) ist ideal für die Erzeugung genügend Leistung für die Erfüllung der Bedürfnisse nach Hause.

Hallo Leute, welche Gedanken Sie über Solarenergie haben?

Nachtaktiver
19.02.14, 00:50
So, jetzt komm ich hier auch mal dazu. Wir planen ein neues Häuschen, wird so 150m² Wohnfläche haben, alles mt Fußbodenheizung, Vorlauftermperatur so um die 35 Grad. Es wird ein Holzhaus, große Glasflächen nach Süden, keine Lüftungsanlage, daher "nur" KFW 70 mit geschätzten 40 kwh Heizwärmebedarf pro m² und Jahr.

Heizung wird wohl eine Luft-Wasser-Wärmepumpe werden. Bis jetzt hat unser Zimmermann uns ein modulierendes Splitmodell von Remko mit 2-12kW empfohlen, in dem ein 300 Liter Trinkwasserspeicher gleich integriert ist. Einen Heizungspuffer selbst hat das Ding nicht, diese Funktion übernimmt der Estrich. Dafür wäre noch ein Anschluss für ne thermische Solaranlage vorhanden. Der Strom für die WP kommt idealerweise von der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach, über einen Stromspeicher denken wir gerade noch nach.

Nun mag Madame aber einen Holzofen im Wohnzimmer haben und der Idealist in mir möchte diesen dann gleich "ernsthaft" betreiben, sprich in einer wasserführenden Variante mit nem Schichtladekombispeicher (mit Warmwasserbereitung integriert), damit die Wärmepumpe zeitweise Pause hat. Die Pumpe würde in diesem Fall ohne den Trinkwasserspeicher augeführt, im Haus wäre dann nur noch Regelung und Hydraulikbox unterzubringen, somit wäre Platz für nen großen Puffer.

Nun hab ich das Problem, dass ein solcher Speicher sinnvollerweise ab 800 Liter haben sollte, um die Wärme des Holzofens auch zwischenlagern zu können. Eben diese Größe würde aber wenn der Ofen nicht läuft, die Leistungszahl der Pumpe drücken, da sich das Wasser im Speicher ja doch immer vermischt und die Pumpe dort unnötig oft nachheizen müsste. Zwei separate Speicher für Heizung und Trinkwasser mag ich aus Platzgründen nur sehr ungern stellen.

Was tun, sprach Zeus? Alles Blödsinn? Ofen lieber doch ohne Wassertasche machen? Oder gibts da ne Lösung, die am Ende auch funktioniert und die nächsten 20 Jahre die Investition auch wieder reinspielt?

S.Tatzel
19.02.14, 08:52
ofen würde ich wenns gehts auf jeden fall mit wassertasche machen. sonst kann man den kaum genießen weil es (bei dem wahrscheinlich recht hohen dämmwert der neuen außenwand) sonst in dem raum bulleheiß wird und man sich da nicht wirklich aufhalten kann. und ein holzofen sollte am besten auch nicht im teillastbereich betrieben werden. das bekommt dem schornstein nicht wirklich. natürlich brauch man dafür auch den entsprechenden speicher. allerdings wäre es auch eine überlegung anstatt nur pv module (die im winter eh kaum was bringen) zu installieren noch ein paar m2 solarthermiemodule aufs dach zu packen. rechnen tut sich das ab etwas größeren anlagen die auch die heizung unterstützen. in deinem fall mit 800l pufferspeicher könnte man so 8 m2 solarthermie aufs dach setzten. der vorteil wäre dass der wärmepumpe die ständige takterei für die warmwassererzeugung erspart bliebe was natürlich auch eine steigerung der lebenserwartung bedeutet. auch geht die arbeitszahl der wärmepumpe extrem in den keller bei ausschließlicher warmwassererzeugung. dafür sind die im grunde genommen nicht gemacht. ist nicht selten dass die arbeitszahl dann auch mal eine 1 vor dem komma hat... außerdem gibt es, was die optimierung der ausnutzung der solarthermie angeht, kein besseres system wie eine fußbodenheizung wegen den niedrigen vorlauftemperaturen. darüber hinaus ließe sich im sommer das warmwasser (weil bei so einer großen anlage es davon wahrscheinlich zu viel geben wird) auch für wasch- und spülmaschiene nutzten. hab ich bei meinen eltern so installiert. die maschienen machen das problemlos mit und für die waschmaschine gibt es vorschaltgeräte die die richtige wassertemperatur mischen damit die wäsche nicht eingeht (heißt alfamix das ding).
die kombination mit pv und wärmepumpe ist zwar in der theorie ne schöne sache aber wirklich nur in der theorie. ich hatte mir das auch mal überlegt und durchgerechnet und gerade im winter wenn die wärmepumpe mehrere kw zieht kommt von der pv anlage wegen der niedrigen sonne, den kurzen tage und tendenziell mehr bewölkung so gut wie gar nichts.


auch würde ich mir das mit der luftwärmepumpe gut überlegen wegen dem geräuschpegel der lüfteraggregarte die im freien stehen. bei offenem fenster schlafen kann da schon nervig werden. auch wenn du im sommer auch das warmwasser damit machen willst ist es nicht unbedingt schön wenn man mal auf der terasse sitzten will und das dring brummt die ganze zeit. ist natürlich abhängig vom aufstellungsort. außerdem ist gerade bei den luftwärmepumpe im winter ebenfalls davon auszugehen dass die arbeitszahl nach unten geht weil man der luft nun mal nicht all zu viel entziehen kann wenn sie eh schon kalt ist.
weiß nicht ob es bei dir geht oder du dich darüber schon informiert hast. aber es gibt auch wärmepumpe die mit grundwasser arbeiten. da muss man nicht so tief bohren (nur so um die 20 m) hat aber auch im winter relative hohe temperaturen vom grundwasser. allerdings ist das sehr von dem vorliegenden untergrund abhängig ob das geht. in der regel wird da erst eine probebohrung gemacht und geschaut ob genug wasser entnommen werden kann und auch welche chemische zusammensetzung das wasser hat. wenn da bestimmte rahmenbedingungen eingehalten werden funzt das. den brunnen kann man, weil der nicht so tief ist, auch selber bohren. einfach mal bei youtube schaun. die geräte sind je nach ausführung auch erschwinglich und können danach wieder verkauft werden.


so jetzt aber genug....


mfg

zinn2003
19.02.14, 09:17
Wie wäre es denn mit einem Pellet-Kamin? Der kann im Rahmen seines kleinen Tankes deutlich besser gesteuert werden als einer mit Scheitholz.
Da muss dann auch der Puffer vielleicht nicht ganz so üppig ausfallen. Trotzdem sehe ich das schwierig mit nur einem Speicher. Wohin mit der Wärme wenn deine WP den Speicher gerade komplett aufgeladen hat?

Silas
19.02.14, 12:04
Wir haben ein Holzhaus mit ähnlichen Eckdaten und ich würde dringend empfehlen, die Sache mit dem Kaminofen nochmal zu überdenken.
Wir hatten bei uns eine nachträgliche Einbaumöglichkeit dafür vorgesehen (keine Fußbodenheizschlangen an der Stelle, Estrich an der Stelle massiv durchgängig bis zur Bodenplatte ohne Styroporplatten) und sind sehr froh, dort nicht gleich einen Kaminofen eingebaut zu haben.
Die Dämmwirkung von einem gut gebauten Holzhaus ist wirklich unglaublich, das kannst Du mit der Abwärme von paar Leuten und paar Teelichtern beheizen.
Sobald Du den Kaminofen anschürst und ein paar Scheit Holz verheizt hast, bin ich mir sicher, dass die Innenraumtemperatur so hoch ist, dass Du überlegst, gleich wieder die Fenster aufzureissen.
Also bitte unbedingt mal durchrechnen lassen, wieviel Du hier abends überhaupt sinnvoll einschüren könntest oder mit Leuten in einem vergleichbaren Haus sprechen.

Grüße,
Silas

elch
19.02.14, 17:05
Ich häng mich hier mal auch dran, da bei uns in den letzten Monaten viel passiert ist.

Entgegen unserer ursprünglichen Planung, den Pelletsbrenner zu modernisieren und mit einem Akkutank zu erweitern, haben wir dann doch eine Bergwärmepumpe installieren lassen. Ein Überleggrund war dann doch, das wir - bei einem neu installierten Pelletsbrenner und einer erwarteten Betriebslebensdauer von ca 25 bis 30 Jahren - noch mit 70 die Pelletssäcke schleppen müssten; Platz für einen grossen Speicher haben wir nicht.
Die Wärmepumpe nutzt ein Bohrloch von 160 m Tiefe für den Wärmeaustausch. Die Anlage ist so gross und laut/leise wie ein Kühlschrank und der ganze restliche Raum im Keller ist jetzt meine Bastelwerkstatt geworden. Wäre mit einem Pelletsbrenner undenkbar gewesen. Collateral gain! :)

Mein Tip an Nachtaktiver: keine Luftwärmepumpe, wenn der Radiator im Garten in Hörweite steht (und das ist fast immer der Fall). Auch ich hätte mich aus Geräuschgründen gegen eine Lüftungsanlage entschieden. Mir sind die neuen Bauvorschriften mit ihren luftdichten und zwangsbelüfteten Häusern eher unsympatisch.

Auf dem Dach ist seit gestern eine 3kWp Solaranlage installiert und muss nur noch angestöpselt werden. Die soll sozusagen die Wärmepumpe stützen.

Der Kamin den wir vor zwei Jahren installiert haben, hat keinen Wassermantel/speicher und ist hauptsächlich aus Gründen der Gemütlichkeit da, läuft allerdings ziemlich oft und heizt das Untergeschoss unseres 1949 gebauten schwedischen Holzhauses ziemlich gut (2005 isoliert und renoviert). Somit haben wir sogar die Wärmepumpe auf 18 Grad Raumtemperatur runterdrehen können. Wir sind aber noch am experimentieren.

Vielleicht muss man nicht alles hypereffektiv machen und z.B. den Kamin einfach einen Kamin sein lassen. Ausserdem ist der auch als backup für Stromausfälle gedacht und muss absolut ohne Strom funktionieren (was ein Pelletskamin nicht macht).
Unseren Kamin können wir übrigens bei derzeitigen 0-4 Grad Aussentemperatur locker 2 -3 mal füllen bevor es "zu" warm wird. Morgens wird einmal voll gemacht und das ist genau richtig fürs Frühstück. Über den Tag wird eh nicht geheizt.

Auch unsere demnächst zu installierende Abwasserreinigungsanlage funktioniert ohne Elektrizität, Pumpen und bewegliche Teile und schafft (laut Datenblatt und Zustimmung der komunalen Verwaltung) trotzdem die geforderten Reinigungswerte. Ich hoffe nur, ich kann jemandem am Ohr ziehen, wenn das doch nicht der Fall sein sollte.

Eiswolf
19.02.14, 17:57
Ich persönlich halte Luft-Wasser-WP für den größten Quatsch den es gibt. Estrich als Wärmespeicher? Naja, auch das ist eher "suboptimal" meiner Meinung nach.

Zur L/W-WP: Die Heizung hätte den besten Wirkungsgrad, wenn es warm ist. Aber wer will schon im Sommer heizen? In der Übergangszeit bis ca. 5°C ist der Wirkungsgrad schon nicht mehr so optimal, was aber das schlimmste ist: Unter 5°C wird der äußere Wärmetauscher durch eine elektrische Beheizung davor bewahrt einzufrieren. Da kann ich dann aber auch gleich mit Strom heizen. Und eine PV bringt im Winter absolut nicht genug um damit zu heizen. Es sei denn vielleicht man hat ein kleines Haus und etliche m² Panel-bedeckter Ställe oder Fertigungshallen.

Zum Estrich: Der Estrich verzögert die Wärmeabgabe um 3-4 Stunden. Er ist aber kein Speicher aus dem man sich bei Bedarf bedienen kann. Kleines Szenario.

Heute ist es rattenkalt, aber die Sonne scheint wie blöd. PV und Solarthermie bringen richtig was rein, die WP pumpt, was das Zeug hält. Prima, abends hat man die Füße warm. Wenn man am nächsten Morgen aufsteht ist der Estrich aber wieder kalt. Brrrr auf dem Weg zur Dusche. An diesem Tag wird es nun richtig warm, man reißt die Fenster auf um den Sommer zu begrüßen, und PV, ST und WP powern was das Zeug hält. Die erste tropische Nacht droht, und die Fußbodenheizung heizt wie blöd, die hat ja die ganze Wärme vom Tag "gespeichert". 23:00 Uhr, immer noch 25°C im Haus. Man reisst die Fenster auf: 100.000 Mücken gefällt das! Morgens kommt dann endlich die die abkühlende Gewitterfront, es wird feucht, der Himmel ist bedeckt und 18°C fühlen sich plötzlich schrecklich kalt an. Leider ist der Estrich nun aber wieder abgekühlt, PV und ST bringen nicht, die WP muss mit gekauften Strom betrieben werden. Immerhin ist der Wirkungsgrad aufgrund der Kondensation recht gut. Trotzdem: Suboptimal.

Nun das Ganze mit einem echten Wasserspeicher. Wir erinnern uns: Sonne satt, aber kalt. PV, ST und WP Pumpen Wärme in den Speicher, und die Heizungssteuerung leitet sie gleich weiter in den Fußboden. Schneller wird der dadurch zwar nicht warm, aber alle Wärme die nicht gebraucht wird bleibt im Speicher oder heizt das Brauchwasser. Tag 2: Sommer! PV, ST, und WP pumpen den Speicher hoch. Morgens 30°C abends 80°C, denn die Heizungssteuerung hat erkannt, dass im Wohnraum kein Wärmebedarf besteht und schon ab mittags den Hahn zu gemacht. Das kommt uns an Tag 3 zugute, denn PV, ST und Wp bringen zwar nichts rein, aber der Inhalt des Speichers reicht bei so warmen Außentemperaturen locker für einige Tage warme Füße und heiß duschen. Daher muss man keinen Strom zukaufen um Wärme zu erzeugen.

Mein Fazit: Ein echter Speicher ist durch Estrich absolut nicht zu ersetzen. Statt einem 300l WP Speicher würde ich lieber einen 800l Tank mit internem 75l Brauchwasser-Bottich verwenden. Brauchwasser wird bei intelligentem Speicheraufbau zuerst beheizt und nimmt die Wärme aus dem umliegenden Wasser schnell auf, daher reichen 75l auch für eine Badewannenfüllung oder 2-4 Duschen am Morgen. Wenn nicht gerade jeder ne Stunde duscht.
Statt der WP würde ich entweder einen fossilen Brenner nehmen, oder Wasser/Wasser bzw. Sole oder gleich eine Inverter-Klimaanlage mit der man das Haus auch kühlen kann, wenn die PV glüht. Kamin mit Wassertasche ist recht aufwändig und zieht nicht so gut wie ein normaler, hat sich bei uns aber sehr bewährt. Wenn es abends frisch ist, 2-3 Stunden den Kamin an, und man hat auch gleich heißes Wasser für die Dusche am Morgen.

Gurkensepp
19.02.14, 18:10
Machs so einfach wie möglich. Wärmepumpe plus Solarthermie plus wasserführenden Holzofen? Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Rechne dir das mal durch ob sich das alles überhaupt rentiert.
Ich habe nur eine Wärmepumpe (Erdwärme) und hatte letztes Jahr ca. 650 € Heizkosten (inkl. aller Nebenverbraucher und Elektroheizkörper im Bad) in einem 140qm Massivhaus. Ein Schornstein z.B. hätte uns ca. 6000 € gekostet, eine Solarthermieanlage kostet um die 2500€??. Das würde sich bei uns nie abzahlen.

RS655
19.02.14, 20:24
Hier mal ein paar Zahlen für`s Heizen, Warmwasser erzeugen, Lüftung und Wärmerückgewinnung mit einer L/W - WP fürs Jahr 2014 Stand heute 19:00 Uhr:

Heizstrom tags: 477 KW/h
Heizstrom nachts: 499 KW/h

entspricht ca. € 195,--

Der Anteil für das Erwärmen des Brauchwassers beträgt 375 KW/h ca. € 75,--

Bei 15 Grad minus und blauem Himmel ca. 27 Grad Raumtemperatur, rein durch Sonnenwärmeeintrag.

Erst am späten Abend muss zugeheizt werden, wenn der TV läuft und zwei sitzen davor läuft keine WP.

Sollte der Winter so bleiben wie jetzt wird wohl ab spätestens Mitte März die Heizung nur noch sehr selten anlaufen und die Gesamtkosten incl. aller Nebenkosten fürs gesamte Jahr wird max. € 800,-- betragen, Strompreise von heuer.

Neues dichtes Haus ohne Lüftung: Schimmelgefahr,
mit Lüftung nie mehr angelaufene Spiegel o.ä. im Bad.

Ofen schön, aber wohin mit der Wärme?

An kalten schönen Tagen leistet die PV - Anlage viel.
Die PV - Anlage bringt im Winter (Mitte Oktober bis Mitte März) zuwenig Leistung um damit zu heizen und schon gar nicht nachts.

Evtl anders Konzept: Scheitholz- oder Pelletsofen mit Wassertasche und Solarthermieunterstützung sowie 1000 Liter Speicher.
Nachteil: Arbeit bzw. Pelletsanlage, Kamin wird notwendig mit zusätzlichen Kosten für den Schornsteinfeger sowie zusätzlicher Pumpenstrom.

Tipp für den Häuslebauer: Mit einem Energieberater einer größeren Kommune wie z.Bsp. SWM aufnehmen, die sind fit im Gegensatz zu machen kleineren Zimmermannsbetrieben. Die halten von moderen Variationen oft wenig da sie sich nicht so gut auskennen.

Gruß nach RV

P.S: Die Estrichmasse beträgt ca. 17 Tonnen und ist tatsächlich ein Wärmespeicher, die Oberflächentemperatur beträgt meist nur ca. 22- 25 Grad und das ist nicht störend warm aber auch nicht kalt, schöne angenehme Temperatur.

Nochwas: Das Aussengerät sollte natürlich am besten auf die Westseite aber nicht unbedingt und auch weg vom Schlafraum. Nachbarn werden praktisch nie gestört da das Teil praktisch nur läuft wenn man die Fenster eh zu hat oder gar nicht raus will. Abstand zum Nachbarfenster sollte ungefähr 4 - 5 Meter sein dann unhörbar, auch bei offenem Fenster. Die L/W - WP moduliert übrigens auch und kann im Sommer den Fußboden kühlen Bzw. auch als Klimaanlage fungieren.

Friesennerz
19.02.14, 22:41
So einfach wie möglich wie @Gurkensepp sagt. Beachten sollte man auch Wartungskosten und Reperaturkosten. In dieser Hinsicht bieten bspw. Brennwertkessel Anlass zu Kritik, weil diese Technik hohe Reperaturkosten mitsich bringt.

Weil hier auch Holzhäuser angesprochen werden: da gibt es Varianten, die komplett ohne Heizung auskommen, nur mal so am Rande.

elch
20.02.14, 09:55
...
Weil hier auch Holzhäuser angesprochen werden: da gibt es Varianten, die komplett ohne Heizung auskommen, nur mal so am Rande.

Für meinen Teil bezweifle ich allerdings ein Wohlfühlklima in solchen Häusern. Die sind luftdicht gebaut, dick gedämmt, zwangsbe- und entlüftet und wenn man die Tür aufmacht ruiniert man das Klima für den halben Tag (Achtung: Ironie!).

Eiswolf
20.02.14, 09:55
Ich glaube vieles kommt da auch auf die eigenen Vorlieben an, und vor allem, welche örtlichen Gegebenheiten man hat. wenn ich mir hier manche reihenhäuser ansehe werden 4-5 Meter zum Fenster das Nachbar schon schwierig. Beim Altbau kann man viel sparen, wenn man die bereits vorhandene Technik zumindest teilweise wieder nutzen kann. Bei uns war zum Beispiel der Schornstein schon vorhanden und brauchte nur 2 neue Klappen. Dafür ist die Dämmung derzeit noch minimal, also kann ein kräftiger Kamin ruhig mal bollern, und wenn man die Türen offen lässt verteilt sich die Wärme auch bis ins Obergeschoss, bzw. heizt die Zwischendecke.

Ich bin obendrein ein absoluter Fan von Solarthermie. Für 30W Pumpenstrom bekomme ich da nominell 8 kW Wärmeleistung. Natürlich nur, wenn die Sonne scheint.

Gar kein Fan bin ich von modulieren. Jedes Gerät hat einen optimalen Arbeitspunkt. Weicht man von diesem ab, sinkt die Effizienz.

Daher gefällt mir das Konzept einen großen Pufferspeichers. Jedes Gerät kann in seinem optimalen Arbeitspunkt Energie in den Speicher führen. Und auf der anderen Seite können die Verbraucher genau soviel Energie entnehmen, wie gerade nötig ist.

Friesennerz
20.02.14, 10:31
@Elch: Aber es gibt diese Häuser und wenig Energieeinsatz habe ich ein warmes Haus. ;)

@Eiswolf:
Jep. Die örtlichen Gegebenheiten haben großen Einfluss.

Bezüglich Deines Kamins: Kollegen haben einen 10KW starken Ofen im Flur installiert. Erst haben alle gesagt, dass man da vom Ofen nix hat. Die haben diesen Ofen allerdings mit einem an der Decke hängenden Ventilator kombiniert, so dass die Wärme des Ofens sich im gesamten Haus verteilt und auch die Bodendielen durch die große Hitze nicht allzusehr in Mitleidenschaft geraten.

Eiswolf
20.02.14, 10:55
Naja, unser haus ist halt von 58, da stand noch in jedem Zimmer ein kleiner Ofen, dementsprechend musste ich 3 von 4 Zugängen zumauern, als ich den großen Kamin angeschlossen habe. Wir wollten halt durchaus auch etwas Kamin-Optik im Wohnzimmer haben und im Flur wäre kein Platz gewesen. Dafür steht aber der Schornstein eben mittig im Haus und seine inisolierten, gemauerten Wände geben die Wärme auch im Arbeitszimmer, der Küche und dem Schlafzimmer ab, und zwar noch die ganze Nacht lang, wenn er einmal richtig aufgeheizt ist. Von daher hatten wir schon vor dem großen kamin einen kleinen Baumarktofen dran, udn das hat sich bewährt. Mit der Arbeit und dem Dreck muss man natürlich klar kommen. Manchmal nervt es halt schon nach der Arbeit noch die Asche rauszubringen, Holz zu holen und anzufeuern. Aber wenn wir zu bequem oder auch krank sind, wird dann halt doch mal die Gasbrennwerttherme bemüht.

RS655
20.02.14, 18:22
http://www.friedenauer.com/passivhaus/passivhausgeruechte/