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Alt 18.07.10, 05:43   #61
Lena
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Bedankt ein Mal in einem Beitrag
Naja, ein gutes Image ist wohl eher eine Frage des Marketings, des Alleinstellungsmerkmals (da sehe ich z. B. bei Audi in erster Linie "vollverzinkte Karosserie" und "Quattro-Technik") und nicht zuletzt auch der Preispolitik. Wird ein Produkt zu günstig angeboten, sodass es für jederman erreichbar ist, so wird es niemals das Image erreichen, welches das gleiche hochpreisige Produkt erreichen würde.

Nur mal angenommen, ein Mercedes würde zum Kurs eines Dacias, eine Boss-Hose oder Bosch-Toaster zum Kurs von no-name-Produkten angeboten, sie würden doch niemals über das Image verfügen, welches sie heute haben. Und dabei sind, wie ich diesem Thread entnehmen kann (und auch aus eigener Erfahrung weiss), die Billigprodukte keinesfalls so viel schlechter wie das vermeintlich bessere, hochpreisige Produkt. Jedoch stehen die teuren Produkte für persönlichen wirtschaftlichen Erfolg oder zumindestens einem entsprechendem Sozialstatus. Hochpreisige Produkte sprechen eben seltener die Volumenmärkte an.
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Joachim_A2 (18.07.10)
Alt 18.07.10, 09:04   #62
Joachim_A2
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Sehr richtig bemerkt und beschrieben!

Einzig die Frage, welchen Preis ein Produkt objektiv Wert ist, wäre noch zu klären - ich meine damit nicht eine subjektive Wertigkeit; also das, was den "persönlichen wirtschaftlichen Erfolg oder zumindestens einem entsprechenden Sozialstatus" entspricht bzw. diesen beschreibt.
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Joachim
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Alt 18.07.10, 09:09   #63
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Zitat:
Zitat von Joachim_A2 Beitrag anzeigen
Einzig die Frage, welchen Preis ein Produkt objektiv Wert ist, wäre noch zu klären - ich meine damit nicht eine subjektive Wertigkeit;
Ich schließe mich dem an, bin aber der Meinung, dass der objektive Wert eines Produktes heutzutage rein gar nichts mehr bedeutet. Wenn sich jemand gerade einen Markenturnschuh für über 100€ erworben hat, dann will er einfach nicht wissen, dass das Ding den Hersteller 4,50€ gekostet hat. Einen objektiven Nutzwert, wie Funktionalität, Haltbarkeit usw. vor dem Kauf zu ermitteln ist ja fast eein Ding der Unmöglichkeit, da verlässt man sich dann lieber wieder aufs Image...
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Alt 18.07.10, 13:56   #64
Joachim_A2
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... und wenn das Image dem damit verbundenen Qualitätsbegriff oder der Qualitätserwartung (Funktionalität, Haltbarkeit, usw.) entspricht, ist gegen 'Image' grundsätzlich wenig einzuwenden. Denn die Wahrscheinlichkeit eine gute Qualität zu kaufen sollte überdurchschnittlich hoch sein.

Aber gerade wenn das 'Imageprodukt' diesen möglichst objektiven Anforderungen nicht entspricht - evtl. nur in Teilen, wie einem Metalluhrenarmband, - wird es schwierig und die Frage nach einem 'objektiven Wert' taucht auf.

Ich vergleiche das gern mit Tomaten. Ich bin gern bereit einen Mehrpreis für Tomaten zu zahlen, wenn diese nicht radioaktiv haltbar gemacht wurden, möglich nicht mit Kunstdünger groß gezogen wurden und frei von Genmanipulationen sind. (Vom subjektiven Geschmack will ich mal nicht reden; zumal ich den nur feststellen könnte, wenn ich beide Angebote kaufen würde.)
Nur, wie soll ich mich entscheiden, wenn ich es dem Produkt / den Tomaten von außen nicht ansehe? Wenn in der Auslage identisch aussehende Tomaten zu einem günstigeren Preis liegen? Und, wenn ich mir nicht sicher sein kann, dass die Teureren nicht nur aus der Billigkiste stammen - nach dem Motto, dass ein paar 'Deppen' / 'Ökofuzzies' / 'Gesundheitsapostel' schon die teureren Tomaten kaufen werden (um freundlicherweise meinen Verkaufsgewinn zu steigern)!? Schließlich gibt es nicht wirklich eine Garantie in diesem Bereich für irgendetwas; zumal jede Charge anders sein kann.
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Joachim
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Alt 18.07.10, 19:27   #65
heavy-metal
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Hallo!

Es wird Zeit, den Begriff "Image", der viel zu oft falsch gedeutet wird, näher zu erläutern.

Zitat:
Zitat von Lena Beitrag anzeigen
Naja, ein gutes Image ist wohl eher eine Frage des Marketings, des Alleinstellungsmerkmals (da sehe ich z. B. bei Audi in erster Linie "vollverzinkte Karosserie" und "Quattro-Technik") und nicht zuletzt auch der Preispolitik.
Deswegen schrieb ich ja, dass man sich einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten und ihn entsprechend kommunizieren muss, um einem Produkt (einer Marke, einem Unternehmen...) ein bestimmtes "Image" zu geben. Wenn es um den sozialen Status eines Produkts (einer Marke, eines Unternehmens...) geht, dann ist das Wort "Image" jedenfalls fehl am Platz und unverzüglich durch den Ausdruck "Prestige" zu ersetzen. Mehr hierzu weiter unten.

Zitat:
Wird ein Produkt zu günstig angeboten, sodass es für jederman erreichbar ist, so wird es niemals das Image erreichen, welches das gleiche hochpreisige Produkt erreichen würde.
Wenn wir das Wort "Image" durch "Prestige" ersetzen, kann ich dieser Aussage zustimmen, denn es kommt darauf an, welches "Image" man einem Produkt (einer Marke, einem Unternehmen...) überhaupt geben möchte. Ein hoher Preis kann auch kontraproduktiv sein - und der Hersteller bleibt auf seinem Output sitzen. Ok, man kann dies - aus "Prestigegründen" - wollen (Bsp. Ferrari, Lamborghini...). Ob diese Marken / Firmen mit dieser sehr selektiven Strategie profitabler sein können als z.B. Porsche, darf bezweifelt werden. Henry Ford hat auch erst so richtig abgesahnt, nachdem er das Auto für die Massen erschwinglich gemacht hatte. Ein Ferrari hat ein "Image". Ein Ford auch. Aber eben ein anderes. In keinem Fall aber ein schlechteres, weil beide Hersteller unterschiedliche Akzente setzen und für sich gesehen nach ihrem jeweiligen Selbstverständnis wirtschaftlich erfolgreich sind. "Erschwinglichkeit" kann auch "Image" sein. Genau so wie "Prestige"!

Zitat:
Nur mal angenommen, ein Mercedes würde zum Kurs eines Dacias, eine Boss-Hose oder Bosch-Toaster zum Kurs von no-name-Produkten angeboten, sie würden doch niemals über das Image verfügen, welches sie heute haben.
Nochmal: was hat denn zum "Image" geführt? Gerade Mercedes und Bosch sind mit "Alleinstellungsmerkmalen" stark geworden. Genau so Dacia und Aldi. Aber eben durch das Setzen völlig unterschiedlicher Akzente! Würden besagte Unternehmen hier erkennbar in der weiteren Entwicklung nachlassen und (wenn auch nur unterbewusst) gegen ihr bisweilen hart erkämpftes Image arbeiten, würde dies unweigerlich zum Wahrnehmungsverlust beim Verbraucher führen. Mercedes und Bosch werden einen Aufpreis fürs Image (u.a. Anmutung, Prestige...) fordern können. Dacia und Aldi werden für ihr Image ("Preisführerschaft") eher keinen Aufpreis fordern können. Und Firmen, die sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben, verschwanden schneller vom Markt, als ihnen lieb sein konnte (u.a. Grundig, Telefunken, Märklin...).

Zitat:
Und dabei sind, wie ich diesem Thread entnehmen kann (und auch aus eigener Erfahrung weiss), die Billigprodukte keinesfalls so viel schlechter wie das vermeintlich bessere, hochpreisige Produkt.
Ok, ich habe andere Erfahrungen gemacht - vgl. subjektive Einschätzung. Men Bosch-Eierkocher ist 14 Jahre alt. Das Billigteil vom Kaufring (jaja, diese Fa. gibt es auch nicht mehr!), nur ca. 1/3 so teuer, war nach gerade mal 2 Jahren im Eimer. Eine Hilfestellung (nicht mehr als das!) in bezug auf die Qualität bietet in vielen Fällen zumindest noch die gute, alte "Stiftung Warentest". Wenn der Geschirrspüler von Miele auch nur kaum besser wegkommen sollte als das Teil von Constructa oder Gorenje, aber trotzdem spürbar teurer ist, dann nicht allein oder vornehmlich deswegen, weil der Miele-Spüler ein so viel besseres "Image" (nein: "Prestige"!) hat, sondern weil (ich spreche da aus Erfahrung) für das Miele-Gerät noch Ersatzteile verfügbar gehalten werden, wenn viele Wettbewerbsprodukte mangels deren Verfügbarkeit schon längst auf den Schrott gewandert sind. Würde Miele von diesem Grundsatz abweichen, wären Marke und folglich das mit dieser Marke verbundene "Image" am Ende. Natürlich: objektiv gesehen haben alle verglichenen Modelle saubere Arbeit geleistet. Aber ein Gerät nach 15-20 Jahren für vergleichsweise wenig Geld reparieren zu können ist in der Summe aller Faktoren auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Warten wir auch mal ab, wie viele Dacias der Baujahre 1999-2005 wir in 20 Jahren noch auf den Straßen bewundern können und wie viele Audi A2.

Zitat:
Jedoch stehen die teuren Produkte für persönlichen wirtschaftlichen Erfolg oder zumindestens einem entsprechendem Sozialstatus.
Nur zum Teil. Es kommt hier sehr stark auf das Produkt an. Mit dem Mercedes vor der Garage kann ich jeden Tag protzen. Mit dem Miele-Geschirrspüler nur dann, wen ich mal wieder Besuch habe. Und mit dem Bosch-Eierkocher eher gar nicht. Selbst das "Image" eines Dacia taugt im Vergleich zum Mercedes zur Selbstdarstellung, wenn man diese darauf beschränkt, mehr Auto fürs Geld nicht zu brauchen und keinen allzu großen Wert auf technische Innovationen oder passive Sicherheitseinrichtungen zu legen. Allerdings mit dem feinen Unterschied, dass der Mercedes-Eigner fürs Image (hier u.a. gleichbedeutend mit "Prestige") bezahlen musste, der Dacia-Eigner eben nicht (weil man nunmal für das Image, der "Biligheimer" zu sein, leider keinen Aufpreis verlangen kann).

Zitat:
Hochpreisige Produkte sprechen eben seltener die Volumenmärkte an.
Tja, das haben derartige Produkte nunmal so an sich. Da ist es dann auch egal, ob der hohe Preis vornehmlich "prestigebedingt" ist oder auf anderen Faktoren (wie Wertigkeit, Qualität, Innovation, Serviceorientierung...) beruht.

CU!

Martin
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Geändert von heavy-metal (18.07.10 um 19:32 Uhr).
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Alt 18.07.10, 19:57   #66
heavy-metal
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Hallo!

Es wird Zeit, den Begriff "Image", der viel zu oft falsch gedeutet wird, näher zu erläutern. Und - @ Lena: bitte die Tatsache, dass ich Dich im Folgenden oft zitiere, nicht als persönlichen Affront werten (das ist nicht meine Absicht).

Zitat:
Zitat von Lena Beitrag anzeigen
Naja, ein gutes Image ist wohl eher eine Frage des Marketings, des Alleinstellungsmerkmals (da sehe ich z. B. bei Audi in erster Linie "vollverzinkte Karosserie" und "Quattro-Technik") und nicht zuletzt auch der Preispolitik.
Deswegen schrieb ich ja, dass man sich einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten und ihn entsprechend kommunizieren muss, um einem Produkt (einer Marke, einem Unternehmen...) ein bestimmtes "Image" zu geben. Wenn es um den sozialen Status eines Produkts (einer Marke, eines Unternehmens...) geht, dann ist das Wort "Image" jedenfalls fehl am Platz und unverzüglich durch den Ausdruck "Prestige" zu ersetzen. Mehr hierzu weiter unten.

Zitat:
Zitat von Lena Beitrag anzeigen
Wird ein Produkt zu günstig angeboten, sodass es für jederman erreichbar ist, so wird es niemals das Image erreichen, welches das gleiche hochpreisige Produkt erreichen würde.
Wenn wir das Wort "Image" durch "Prestige" ersetzen, kann ich Dir hier zustimmen, denn es kommt darauf an, welches "Image" man einem Produkt (einer Marke, einem Unternehmen...) überhaupt geben möchte. Ein hoher Preis kann auch kontraproduktiv sein - und der Hersteller bleibt auf seinem Output sitzen. Ok, man kann dies - aus "Prestigegründen" - wollen (Bsp. Ferrari, Lamborghini...). Ob diese Marken / Firmen mit dieser sehr selektiven Strategie profitabler sein können als z.B. Porsche, darf bezweifelt werden. Henry Ford hat auch erst so richtig abgesahnt, nachdem er das Auto für die Massen erschwinglich gemacht hatte. Ein Ferrari hat ein "Image". Ein Ford auch. Aber eben ein anderes. In keinem Fall aber ein schlechteres, weil beide Hersteller unterschiedliche Akzente setzen und für sich gesehen nach ihrem jeweiligen Selbstverständnis wirtschaftlich erfolgreich sind. "Erschwinglichkeit" kann auch "Image" sein. Genau so wie "Prestige"!

Zitat:
Zitat von Lena Beitrag anzeigen
Nur mal angenommen, ein Mercedes würde zum Kurs eines Dacias, eine Boss-Hose oder Bosch-Toaster zum Kurs von no-name-Produkten angeboten, sie würden doch niemals über das Image verfügen, welches sie heute haben.
Nochmal: was hat denn zum "Image" geführt? Gerade Mercedes und Bosch sind mit "Alleinstellungsmerkmalen" stark geworden. Genau so Dacia und Aldi. Aber eben durch das Setzen völlig unterschiedlicher Akzente! Würden besagte Unternehmen hier erkennbar in der weiteren Entwicklung nachlassen und (wenn auch nur unterbewusst) gegen ihr bisweilen hart erkämpftes Image arbeiten, würde dies unweigerlich zum Wahrnehmungsverlust beim Verbraucher führen. Mercedes und Bosch werden einen Aufpreis fürs Image (u.a. Anmutung, Prestige...) fordern können. Dacia und Aldi werden für ihr Image ("Preisführerschaft") eher keinen Aufpreis fordern können. Und Firmen, die sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben, verschwanden schneller vom Markt, als ihnen lieb sein konnte (u.a. Grundig, Telefunken, Märklin...).

Zitat:
Zitat von Lena Beitrag anzeigen
Und dabei sind, wie ich diesem Thread entnehmen kann (und auch aus eigener Erfahrung weiss), die Billigprodukte keinesfalls so viel schlechter wie das vermeintlich bessere, hochpreisige Produkt.
Ok, ich habe andere Erfahrungen gemacht - vgl. subjektive Einschätzung. Men Bosch-Eierkocher ist 14 Jahre alt. Das Billigteil vom Kaufring (jaja, diese Fa. gibt es auch nicht mehr!), nur ca. 1/3 so teuer, war nach gerade mal 2 Jahren im Eimer. Eine Hilfestellung (nicht mehr als das!) in bezug auf die Qualität bietet in vielen Fällen zumindest noch die gute, alte "Stiftung Warentest". Wenn der Geschirrspüler von Miele auch nur kaum besser wegkommen sollte als das Teil von Constructa oder Gorenje, aber trotzdem spürbar teurer ist, dann nicht allein oder vornehmlich deswegen, weil der Miele-Spüler ein so viel besseres "Image" (nein: "Prestige"!) hat, sondern weil (ich spreche da aus Erfahrung) für das Miele-Gerät noch Ersatzteile verfügbar gehalten werden, wenn viele Wettbewerbsprodukte mangels deren Verfügbarkeit schon längst auf den Schrott gewandert sind. Würde Miele von diesem Grundsatz abweichen, wären Marke und folglich das "Image" am Ende. Natürlich: objektiv gesehen haben alle verglichenen Modelle saubere Arbeit geleistet. Aber ein Gerät nach 15-20 Jahren für vergleichsweise wenig Geld reparieren zu können ist in der Summe aller Faktoren auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Warten wir auch mal ab, wie viele Dacias der Baujahre 1999-2005 wir in 20 Jahren noch auf den Straßen bewundern können und wie viele Audi A2.

Zitat:
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Jedoch stehen die teuren Produkte für persönlichen wirtschaftlichen Erfolg oder zumindestens einem entsprechendem Sozialstatus.
Nur zum Teil. Es kommt hier sehr stark auf das Produkt an. Mit dem Mercedes vor der Garage kann ich jeden Tag protzen. Mit dem Miele-Geschirrspüler nur dann, wen ich mal wieder Besuch habe. Und mit dem Bosch-Eierkocher eher gar nicht. Selbst das "Image" eines Dacia taugt im Vergleich zum Mercedes zur Selbstdarstellung, wenn man diese darauf beschränkt, mehr Auto fürs Geld nicht zu brauchen und keinen allzu großen Wert auf technische Innovationen oder passive Sicherheitseinrichtungen zu legen. Allerdings mit dem feinen Unterschied, dass der Mercedes-Eigner fürs Image (hier u.a. gleichbedeutend mit "Prestige") bezahlen musste, der Dacia-Eigner eben nicht (weil man nunmal für das Image, der "Biligheimer" zu sein, leider keinen Aufpreis verlangen kann).

Zitat:
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Hochpreisige Produkte sprechen eben seltener die Volumenmärkte an.
Tja, das haben derartige Produkte nunmal so an sich. Da ist es dann auch egal, ob der hohe Preis vornehmlich "prestigebedingt" ist oder auf anderen Faktoren (wie Wertigkeit, Qualität, Innovation, Serviceorientierung...) beruht.

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Alt 19.07.10, 10:08   #67
Joachim_A2
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@heavy-metal: Nun, wir hätten es auch beim ersten Mal nicht falsch verstanden - vermute ich.

Allerdings stellt sich, selbst für mich der es gern etwas genauer nimmt, die Frage, ob man eine Diskussion auch dadurch ins Nichts führen / laufen lassen kann, in dem man Begriffe in ihrer Bedeutung theoretisiert, und - obwohl klar ist, was gemeint ist - damit einen respektablen Widerspruch bzw. Korrekturversuch konstruiert.
Zumal beide Begriffe aus unterschiedlichen Sprachen kommen und somit eine, im jeweiligen Sprachgebrauch, inhaltsidentische Übersetzung in die dritte Sprache nicht ganz einfach oder zumindest interpretierbar ist; somit hätte die Verwendung des allgemeinen deutschen Sprachgebrauchs, wie es @Lena gemacht hat, doch genügt, oder?

Image [Duden]: (engl.), Vorstellung, Bild von jemandem oder etwas (in der öffentlichen Meinung).
Image [Wörterbuch engl.]: Bild, Standbild, Ebenbild, Vorstellung, abbilden, widerspiegeln, anschaulich schildern.
Prestige [Duden]: (franz.), Ansehen, Geltung. {Wohl auch in der Öffentlichkeit.}
Prestige [Wörterbuch franz.]: Ansehen.

Denn in der Praxis ist allgemein anzunehmen, dass das 'Bild von jemandem' mit 'Ansehen' und damit auch mit 'Geltung' zu tun hat. Nicht wenige fahren Audi, weil sie dessen Image auf ihr eigenes Image, nämlich das 'Bild von jemandem' das Andere vom Audi-Fahrer/in zeichnen, übertragen wollen; Du würdest das Transferergebnis '(Firmen-) Image auf die Person' halt 'Prestige' nennen, was im (sprachgebräuchlichen) Ergebnis aber das Gleiche ist. Ok?

Um aber wieder dem eigentlichen Thema etwas näher zu kommen: Wenn ich eine Qualitätsuhr von Seiko kaufe, dann liegt mir nicht die Übertragung des Image 'Seiko' auf mein 'Prestige' nahe, sondern lediglich die Erwartung (und damit ein Vertrauen in ein Image), ein Produkt gekauft zu haben, an dem ich für möglichst viele Jahre Freude habe und ich im Fall des Falles, diese Uhr auch nach Jahren noch reparieren, das Gehäuse eventuell aufarbeiten lassen kann, ggf. ein passendes Ersatzarmband im original Style bekomme usw. Wobei ich eigentlich davon ausgehe, dass im Normalfall (Regel) keine der genannten 'Zusatzkosten' tatsächlich nötig sein werden.

Die gleiche Erwartung - insbesondere bzgl. des letzten Satzes - hätte ich beispielsweise auch gehabt, wenn ich meinen A2 mit OSS gekauft hätte; und eine ausnahmige Reparatur des OSS nicht genügt hätte.
Noch allgemeiner kann ich persönlich sagen, dass das Firmenimage (Qualität, Ausgereiftheit usw.) eigentlich der Grund für den Kauf des A2 war; zzgl. einiger Ausstattungsmerkmale, die ich in anderen Fahrzeugen nicht bekommen hätte, die Fahrzeughöhe im Einstiegsbereich und - für den Fall von weiteren Mitfahrern - auch die Beinfreiheit hinten etc.
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Mit freundlichen Grüßen
Joachim
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Alt 19.07.10, 10:48   #68
Joachim_A2
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Ein wenig [OT]:
Wir hatten oben schon mal (Beiträge #41, #42) über Rost bei Ford gesprochen. Nun mag es ja sein, dass es gelegentlich mal Probleme gibt, aber bzgl. Ursachenforschung, Kundenfreundlichkeit, Garantieeinhaltung und Kulanz scheint Ford nichts gelernt zu haben; siehe: Auto mobil ab Zeitindex 0:09:00, Bezug: 'Weiße Ford Transits'.
Hinweis: das Video ist evtl. nur begrenzte Zeit abrufbar!
[/OT]
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Mit freundlichen Grüßen
Joachim
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Alt 19.07.10, 11:47   #69
heavy-metal
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Hallo Joachim!

Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Ausführungen z.T. recht theoretischer Natur waren. Das mag damit zusammenhängen, dass das Thema "Marketing" zu meinen Hauptfächern während meines Studiums gehörte.

Natürlich wird es immer Leute geben, die beim Kauf eines bestimmten Produkts ihren Sozialstatus nach außen darstellen wollen - und deswegen deutlich mehr für ein Produkt ausgeben, dessen "Nutzen" sich (zunächst!) nur im "Prestige" niederschlägt. Aber (und das gilt selbst noch bei einer Rolex): wenn die messbaren Produkteigenschaften in der Folge nicht mit dem hohen Preis einhergehen, war es das mit dem Produkt. Aktuelles Beispiel: die Empfangsprobleme des iPhone 4G. Bei diesem Gerät scheinen "Prestige" und Qualität / Produkteigenschaften nicht auf demselben Level zu stehen.

Wie schon vorher betont: ich "wehre" mich grundsätzlich gegen die Aussage, dass man bei einem teuren Produkt vornehmlich fürs "Image" (nein: "Prestige"! ) bezahlt. Ein Unternehmen muss i.d.R. für den hohen Preis, den es für sein Produkt verlangt, etwas bieten. Das setzt im Vergleich zu "me-too"-Anbietern" und den "Kopieranstalten" aus Fernost z.B. einen deutlich höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwand, meistens aber auch erhöhte Serviceanstrengungen voraus. Dass zum Schluss ein Quantum (ein Aufschlag) fürs Prestige übrig bleibt, ist unbestritten. Aber genau dieser Aufschlag ist der, der den Herstellern am schwersten fällt - weil er i.d.R. über einen vergleichsweise langen Zeitraum erarbeitet werden muss.

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts war ein Audi deutlich preisgünstiger als ein Mercedes oder BMW. Durch neue über den Preis darstellbare Alleinstellungsmerkmale, geschaffen über mehrere Jahrzehnte, hat es Audi geschafft, seine Produkte preislich stark in der Nähe von Mercedes und BMW zu positionieren. Das schafft man nicht allein mit vollmundigen Versprechungen und blumiger Werbung, sondern nur mit Fakten, die den Verbraucher überzeugen. Und weil es Mercedes nicht mehr schafft, durch eigene Alleinstellungsmerkmale den alten Preisabstand wieder herzustellen, ist heute ein Mercedes eben kaum noch teurer als ein Audi. Hier als Hersteller in bezug auf Werbung vornehmlich auf Emotionen zu setzen, um den Abstand wieder zu vergrößern, muss, so lange es sich um hochtechnische Produkte handelt, regelmäßig daneben gehen. Auch BMW kommt mit seinem "Efficient-Dynamics"-Käse nicht weiter: weil ein BMW weder bessere Fahr- noch Verbrauchseigenschaften besitzt als z.B. ein vergleichbarer Audi. Und weil ein intelligenter Verbraucher diesen von BMW geschaffenen Begriff als Widerspruch in sich entlarven muss. Einen potentiellen BMW-Fahrer deswegen als blöd hinzustellen wäre falsch. Viele, die zu diesem Personenkreis gehören, mag die Werbung nicht interessieren (und sie kaufen sich einen BMW, um das "Prestigeobjekt" vor der Garage platzieren zu können). Werden diese Leute aber enttäuscht, weil ein BMW am Ende nicht hält, was der Preis verspricht, gehe ich jede Wette ein, dass Marktanteile verloren gehen. Das dauert selbstredend um so länger, je größer der Personenkreis ist, der sich das Objekt der Begierde trotz aller Mängel und Enttäuschungen schönredet.

Und nur mal am Rande erwähnt: bei Audi gibt es das Alleinstellungsmerkmal "Vollverzinkung", das man seinerzeit als den überlegenen Korrosionsschutz beworben hatte, schon lange nicht mehr, und der Verbraucher hat es gar nicht gemerkt! Es war ihm aber wohl egal - weil die gefühlte Qualität der Nachfolgemodelle eben nicht schlechter war. Audi war es nicht egal: sie haben Kosten gespart, ohne deshalb im Punkt "Korrosionsschutz" für den Wettbewerb angreifbarer zu werden.

CU!

Martin
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Alt 19.07.10, 14:07   #70
Joachim_A2
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Zitat von heavy-metal Beitrag anzeigen
Wie schon vorher betont: ich "wehre" mich grundsätzlich gegen die Aussage, dass man bei einem teuren Produkt vornehmlich fürs "Image" (nein: "Prestige"! ) bezahlt. Ein Unternehmen muss i.d.R. für den hohen Preis, den es für sein Produkt verlangt, etwas bieten.
Zitat:
Zitat von heavy-metal Beitrag anzeigen
... Das schafft man nicht allein mit vollmundigen Versprechungen und blumiger Werbung, sondern nur mit Fakten, die den Verbraucher überzeugen. ...
Dann will ich bzgl. Uhren, auch weil es einfach ist, noch etwas entgegen halten - ohne mit Dir jetzt einen Monolog zu starten.

Breitling ist eine der hochpreisigen Uhrenmarken. Manche sagen Hersteller oder besser Manufaktur, weil es sich preisbezogen besser anhört, aber tatsächlich werden aktuell wohl nur noch Schweizer Uhrwerke verbaut (eine Zeit lang wohl auch mal japanische).
Was bekommt man also beim Kauf einer Breitling Colt für mehr als 1.800 €? Armband, Gehäuse, Garantie, ein 'Movement' und ... den Namen! Denn was kostet beispielsweise das Uhrwerk in dieser Colt allein? Ein wenig stöbern im Netz (1) fördert zu Tage, dass das verbaute ETA 251.262 - Movement als Einzelstück für $89,95 zu haben ist (neu und original natürlich). D.h. die wichtigste Komponente der Armbanduhr schlägt mit deutlich weniger als 5% des Gesamtpreises zu Buche.

Warum also kann es sich Breitling leisten, das zugegebenermaßen verpackte Uhrwerk mit einem solchen Aufschlag zu verkaufen? Oder für was bezahlt der Kunde den Gesamtpreis? Dafür, ein etwas teureres Uhrwerk für ca. 75 € im Gehäuse zu erstehen? Oder unterscheidet sich das Breitling Design objektiv so sehr von den vielen anderen Anbietern? Oder ist es doch die Sache: "Schau her, meine Breitling! --- Oh, toll! (gedacht: das der / die sich das leisten kann, dem / der muss es gut gehen, der / die muss erfolgreich sein, ..., - all das, was ich auch gern hätte / wäre)".

Egal. Das Beispiel bringt die Sache wieder aus den Punkt - zumindest bei der Frage, wie teuer Qualität denn tatsächlich ist bzw. sein muss? Oder: wie viel Geld muss ich real für was ausgeben, wenn ich nur Qualität und nicht den 'Imageanteil' bezahlen oder das 'Prestige' kaufen will?


(1): http://uhrforum.de/zeigerspiel-normal-t34213; #14.
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Alt 19.07.10, 15:04   #71
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Das Uhrenthema ist hier besonders interessant: Viele hochpreisige Uhren funktionieren nach dem geschilderten Prinzip.
Extrem ist es bei Modeklimbim wie Bulgari, mit Quarzwerk!

Einige von uns waren ja letztes Jahr nach dem Jahrestreffen bei Glashütte Original.
Was man dort gesehen hat, führte zu der Erkenntnis, dass die runden 10.000€ die so eine Uhr kostet noch ganz günstig sind, soviel Handgepfriemel steckt da drin.

Andererseits hält eine mechanische Swatch locker 5-10 Jahre – ein Uhrmacher sagte mir sinngemäß: Das nächstbessere Werk mit Selbstaufzug bekommen sie für's Zehnfache.
Will sagen: Der Name spielt für das, was wir hier Qualität nennen, eine eher untergeordnete Rolle.

In dem Zusammenhang noch eine Anmerkung zum iPhone: Aus der falsch platzierten Antenne zu schließen, das Produkt sei Müll, das ist wohl eher lächerlich. Materialqualität, Funktion, Ergonomie und Haltbarkeit sind nach wie vor erstklassig.
Und ebenso unberechtigt ist es, aus der Tatsache, dass mein A2 nach 182.000 km ein unlösbares Motorproblem hat zu schließen, Audi baue nur billigen Pfusch.
Wir haben es mit hochkomplexen Produkten zu tun, die Ansprüchen genügen müssen über die man vor 10, 15 Jahren noch den Kopf geschüttelt hätte. Etwas Schwund ist da wohl unumgänglich. Wichtig ist doch, dass Ergonomie, angenehme Nutzbarkeit, Haptik, Haltbarkeit usw. bei der Entwicklung eine zentrale Rolle spielen.

PS: Wieso soll Seiko eigentlich eine tolle Marke sein, der solche Fehler nicht passieren dürfen?
Ich fand immer, dass die Dinger irgendwie lieblos und beliebig wirken... Jedenfalls nicht so, dass ich erstklassiges erwartet hätte. Aber da haben wir's wohl mit dem Thema Image zu tun.
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http://autoauge.blogspot.com
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Alt 19.07.10, 16:05   #72
Joachim_A2
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Zitat von cer Beitrag anzeigen
Einige von uns waren ja letztes Jahr nach dem Jahrestreffen bei Glashütte Original. ... Was man dort gesehen hat, führte zu der Erkenntnis, dass die runden 10.000€ die so eine Uhr kostet noch ganz günstig sind, soviel Handgepfriemel steckt da drin.
Ich würde meinen, ein handgefertigtes Werk - ich beziehe mich dabei auf einen Film vor ca. 2-3 Monaten im Fernsehen - spielt in einer anderen Liga. In so fern darf und sollte man es natürlich nicht mit einem Industriewerk aus dem Hause Seiko vergleichen; mit anderen Industriewerken sicherlich auch nicht. (Weswegen Industriewerke aber nicht unbedingt schlecht sein müssen; nur eben, weil eigentlich Massenprodukt, preisgünstiger.)

Aber auch das genannte Breitling-Werk ist ein Industriewerk - eben nur aus der Schweiz.

Die "hochkomplexen Produkte" beziehen sich beispielhaft mehr aufs Auto? Hier würde ich durchaus eine allgemeine Qualitätsverbesserung (Haltbarkeit, Laufleistung usw.) anerkennen.
An anderer Stelle könnte aber die Aussage 'Ansprüche über die man vor 10, 15 Jahren noch den Kopf geschüttelt hätte' nicht passen; eine Taschen- und Armbanduhr meines Großvaters geht heute noch (ungewartet!), eine wäre noch reparierbar. Eine Breitling - wir unterstellen mal, dass die heute bzgl. durchschnittlichem Einkommen so viel kostet, wie die genannten Uhren damals - kann ggf. schon nach 12 Jahren nicht mehr repariert werden; siehe meinen Link im Post #70 und dort den Link in Beitrag #35.

Zitat:
Zitat von cer Beitrag anzeigen
PS: Wieso soll Seiko eigentlich eine tolle Marke sein, der solche Fehler nicht passieren dürfen?
Das habe ich so nicht gesagt bzw. gemeint. Es war nur ein Aufhänger das allgemeine Qualitäts-/Preis-/Leistungsverhältnis zu hinterfragen. Schließlich sollte es auch hier Designer geben, die über ihr Design hinaus, auch über dessen 'Funktionalität im täglichen Leben' nachdenken; ebenso wie eine Qualitätskontrolle, die neben Mängeln des Uhrwerks vielleicht auch Mängel im Design korrigiert, bevor unnötige Kosten entstehen - oder gar das Image leidet. Denn ein Metalluhrenarmband war nicht wirklich neu zu erfinden.
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Joachim
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Alt 19.07.10, 17:23   #73
heavy-metal
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Zitat:
Zitat von Joachim_A2 Beitrag anzeigen
Dann will ich bzgl. Uhren, auch weil es einfach ist, noch etwas entgegen halten... Warum also kann es sich Breitling leisten, das zugegebenermaßen verpackte Uhrwerk mit einem solchen Aufschlag zu verkaufen? Oder für was bezahlt der Kunde den Gesamtpreis?
Abgesehen davon, dass ich hoffe, dass es sich bei den von Dir verlinkten Quellen nicht um Plagiatanbieter handelt: ja, natürlich, es gibt Produkte, wo Preis und Leistung in einem "ungesunden" Verhältnis zueinander zu stehen scheinen. Würde aber, um das Beispiel Breitling aufzugreifen, der Hersteller Materialien von sicht- / spürbar schlechterer Güte verwenden, alles nur noch von Maschinen zusammenbauen und die Preise unverändert lassen: die Fa. wäre am Ende. Oder anders: Materialauswahl und Montage sind außergewöhnlich aufwändig und "rechtfertigen" eben einen exorbitanten Preis. Wie groß der "Anteil" fürs Prestige ist, werden wir nie herausfinden. Das weiß im Zweifel mitunter selbst der Hersteller nicht. Dies herausfinden zu wollen (indem z.B. erst die Preise erhöht und im Misserfolgsfall wieder gesenkt werden) ist riskant - weil viel zu durchschaubar. Denn auch Superreiche wollen sich im Zweifel nicht abzocken lassen.

Zitat:
Zitat von Joachim_A2 Beitrag anzeigen
Oder: wie viel Geld muss ich real für was ausgeben, wenn ich nur Qualität und nicht den 'Imageanteil' bezahlen oder das 'Prestige' kaufen will?
Wie schon mehrfach angedeutet: diese Frage werden wir kaum objektiv beantworten können. Fast den Rest - besorgt die Stiftung Warentest.

Zitat:
Zitat von cer Beitrag anzeigen
In dem Zusammenhang noch eine Anmerkung zum iPhone: Aus der falsch platzierten Antenne zu schließen, das Produkt sei Müll, das ist wohl eher lächerlich.
Zum Glück hat das hier im Forum ja auch keiner behauptet. Was nützen mir aber Materialqualität, Funktion / Bedienbarkeit, Ergonomie und Haltbarkeit, wenn die gefühlten Gebrauchseigenschaften (hier Sende- / Empfangseigenschaften) auch nicht besser sind als bei den bunten Teenie-Spielzeugen aus'm Vodafone, E-Plus-und Telekom-Laden? Die Summe aller Eigenschaften muss stimmig sein, das schwächste Glied der Kette bestimmt deren Gesamtcharakter. So gesehen ist Apple gut beraten, nicht zu versuchen, sich hier mit "billigen" Lösungen heraus winden zu wollen. Klar, das kostet Geld. Aber ein möglicher Imageverlust wöge schwerer. Und der ist, betriebswirtschaftlich gesehen, kaum in Zahlen oder Wahrscheinlichkeitsrechnungen zu verpacken.

CU!

Martin
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Alt 19.07.10, 17:41   #74
Joachim_A2
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Zitat:
Zitat von heavy-metal Beitrag anzeigen
Würde aber, um das Beispiel Breitling aufzugreifen, der Hersteller Materialien von sicht- / spürbar schlechterer Güte verwenden, alles nur noch von Maschinen zusammenbauen und die Preise unverändert lassen: die Fa. wäre am Ende. Oder anders: Materialauswahl und Montage sind außergewöhnlich aufwändig und "rechtfertigen" eben einen exorbitanten Preis.
Ich weiß nicht, wie Du diese Meinung untermauern willst . Die Praxis - nein besser meine praktische Erfahrung - lehrt was anderes.

Zitat:
Zitat von heavy-metal Beitrag anzeigen
Denn auch Superreiche wollen sich im Zweifel nicht abzocken lassen.
Sicher nicht, aber Viele wollen wahrscheinlich Ihr Prestige zwecks Image zeigen oder war's umgekehrt? Zumindest ließen sich damit auch 'exorbitante Preise' erklären.
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Joachim

Geändert von Joachim_A2 (19.07.10 um 18:34 Uhr).
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Alt 19.07.10, 21:28   #75
heavy-metal
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Zitat von Joachim_A2 Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, wie Du diese Meinung untermauern willst .
Dann bitte nochmal meinen von Dir zitierten Satz genau durchlesen. Da steht was von Breitling. Nicht von Seiko oder Swatch. Und er stellt absolut nicht in Abrede, dass insbes. Volumenhersteller ständig bestrebt sind, Fertigungskosten zu senken. Aber auch damit muss man - Stichwort "Image" - vorsichtig sein (bzw. es funktioniert nur innerhalb eines engen Korridors): bevor der Herr López zum VAG-Konzern gewechselt ist, hat er Opel in die Schei..e geritten.

CU!

Martin
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Alt 29.07.10, 14:46   #76
Joachim_A2
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Es ist immer wieder schön, schon fast im Voraus zu wissen, dass er kommende Besuch der freundlichen Werkstatt nur Ärger bringt.

Es ging nur um einen Parksensor und das Nachziehen der Räder, die links / rechts getauscht wurden, um dem Problem Radlagerschaden vorn etwas näher zu kommen (die 'Sägezahnbildung' der Räder auszuschließen). Alles vorige Woche ausgemacht.
Ergebnis: der gewechselte Parksensor muss demnächst neu lackiert werden, weil die Farbe beim besten Willen nicht passt (deutlich zu hell). Und der Deckel am Rad vorne links war auch nicht richtig aufgesetzt; Problem: der Schrauber konnte offensichtlich die 'große Aussparung im Deckel' nicht mit der passenden Position der Alufelge in Einklang bringen.
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Joachim
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Alt 01.09.10, 17:21   #77
Joachim_A2
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Auch wenn es nur indirekt passt, aber es passt: Lügen-TV: So werden die Zuschauer für dumm verkauft.
Aber vielleicht argumentiert nun der Naive: vielleicht lügt ja nur das Internet und die TV-Sendungen sind doch echt .
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Joachim
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